Angriffe in der Nacht und am Sonntag

Russische Drohnen- und Raketenangriffe haben in der Nacht auf Sonntag und im Verlauf des 3. Mai mehrere Regionen der Ukraine getroffen. In Kiew war in der Nacht Flugabwehr gegen anfliegende Drohnen zu hören. Aus der Region Odessa wurden Einschläge gemeldet, besonders aus dem Raum Tschornomorsk.

Unter den Zielen in der Region Odessa war nach Angaben der Behörden Hafeninfrastruktur. Zudem wurden Wohnhäuser beschädigt. In der Nacht kam es dort zu einem grossen Brand.

Tote in der Region Odessa, Verletzte in Dnipropetrowsk

In der Region Odessa kamen nach den vorliegenden Angaben zwei Menschen ums Leben. Die Behörden meldeten die Todesfälle nach den nächtlichen Angriffen im Raum Tschornomorsk.

In der Region Dnipropetrowsk schlug eine Drohne bei einer Tankstelle im Gebiet der Siedlung Krynytschky ein oder unmittelbar daneben. Zunächst wurde von einem Treffer auf die Tankstelle berichtet, später hiess es, ein nahe stehender Lastwagen habe gebrannt. Augenzeugen sprachen von zwei betroffenen Lastwagen.

Der Leiter der regionalen Militärverwaltung teilte mit, ein Lastwagen sei ausgebrannt, zudem sei ein Bus beschädigt worden, der rund 40 Kinder transportiert habe. Die Kinder hätten das Fahrzeug rechtzeitig verlassen können. Ein 10-jähriger Junge sei verletzt worden, ebenso fünf Erwachsene.

Weitere Angriffe in Sumy, Cherson, Krywyj Rih und Dnipro

In der Region Sumy wurde nach Angaben der Polizei ein Polizeifahrzeug von einer Drohne angegriffen. Zwei Polizisten erlitten demnach schwere Verletzungen.

Cherson stand auch am Sonntag weiter unter intensivem Drohnenbeschuss. Aus der Stadt wurden Angriffe auf ein ziviles Auto und auf einen Rettungswagen gemeldet. Beim Treffer auf das Auto kam nach diesen Angaben ein Mensch ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt. Der Rettungswagen war zur Hilfeleistung ausgerückt und wurde danach ebenfalls zum Ziel, das medizinische Personal blieb jedoch unverletzt.

Auch aus Krywyj Rih meldeten die örtlichen Behörden einen Drohnentreffer auf ein Wohnhaus.

In Dnipro traf ein Angriff nach Angaben der regionalen Behörden ein Studentenwohnheim. Während des Alarms hätten sich Menschen im Keller aufgehalten, anschliessend lief die Evakuierung. Später meldeten die Behörden einen Toten und elf Verletzte. Zudem fiel bei dem Angriff auf Dnipro nach vorliegenden Angaben eine russische Rakete in einen Fluss, in Sichtweite von Menschen, die sich am Ufer aufhielten.